Alltäglich


In einer Schulzeitung im Raum Stuttgart habe ich über zwei
autistische Kinder
gelesen -

über ihre Schwierigkeiten mit Lärm umzugehen, weil es sie ablenkt und sie mit großer Anstrengung wieder zu dem kommen können, was sie tun oder denken wollen

über ihr Schwierigkeiten mit Berührtwerden

über die vielen kleinen großen Schritte, die sie voranschreiten, wenn man sich die Mühe macht, auf sie einzugehen

wie beglückend das sein kann!

Lärm und Berührung - für andere selbstverständlich und alltäglich. 

 

Magie

 

Die wirkliche Magie
besteht nicht im Sehen
neuer Landschaften,
sondern im Sehen
mit neuen Augen.

Marcel Proust


Also gut - mal sehen:

Ich war auf einer Goldenen Hochzeit und eine mir
zunächst freundlich erscheinende,
später dann feindselig gegenübertretende und
dann wieder ausgesprochen devot wirkende Person war auch anwesend.

Ihr Verhalten diesmal: siehe oben - Punkt 2. Meinem Empfinden nach, schlug mir sogar blanker Hass entgegen, obwohl ich ein Lob ausgesprochen hatte. Ich muss gestehen, dass mich dieses Verhalten bis zum nächsten Mittag beschäftigte. Dann hatte ich es in den gröbsten Zügen überwunden. Sehr hilfreich war das Gebet von Dr. Len:
„Tut mir leid, verzeih mir, ich danke dir, ich liebe dich“

Meinem neuen Eindruck nach, hat sich in mir etwas neu zurechtgerückt und ich konnte die Situationen „mit neuen Augen sehen“. So habe ich mir geholfen, weil ich weder im Grübeln versunken bin, noch in einer Opferrolle. Es geht mir gut und die Landschaften sehen auch wieder besser aus :o)

Das ist echte Magie!

 

Piepmatz Tag 16 - Freiheit


Der zweite Ausflug ins Freie bescherte unserer Amsel die Freiheit. Sie ließ sich nicht mehr zum Zurückkehren in den Käfig überreden, den wir inzwischen am Balkongeländer angebracht hatten. Sie flog in einen hohen Busch, badete im Teich und entwich immer wieder geschickt. Auch später kam sich nicht zu dem angebotenen Futter, das wir im Freien an einem geschützten Ort aufgestellt hatten. Sie war wohl reif für die Wildnis und das ist gut so.
Dankeschön Piepmatz, dass wir dich kennenlernen durften und ein langes, freies Leben wünschen wir dir!

... jetzt kann endlich die Wohnung wieder richtig auf Vordermann gebracht werden ;o)


Piepmatz Tag 14 - Badetag


Ein großer, flacher Karton mit Erde aus dem Garten hilft unserem Pieper - der auch schon mal die Stimmlage wechselt, was sich fast wie Gesang anhört - die Futtersuche im Freien zu üben. Erstaunlich schnell kapiert er was Sache ist. Aber das Beste ist die Wasserschale, die wir ihm hinstellen. Erst hüpft er misstrauisch drumherum, ahnt aber schon, dass das was Tolles sein muss. Meine Tochter hatte ihn letzte Woche mal im Waschbecken unter etwas fließendes Wasser gehalten, das hatte er offensichtlich ganz gerne - vielleicht erinnerte er sich? Jedenfalls war er kaum zu halten, als er dann hineingehüpft ist und mit dem „schweddern“ loslegte. Wollte gar nicht mehr aufhören.

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Piepmatz - Tag 12 - Ausflug ins Freie

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Das erste Mal seit seinem „Aufgreifen“ darf der Piepmatz raus und flattert im Garten sofort zwischen Büschen und Sträuchern herum. Die etwas unkoordinierte Aktion erschreckt den kleinen Amsel-Kerl (oder Amseline?) sehr, besonders als er wieder eingefangen werden soll. Hat er doch noch gar nicht kapiert, dass er hier keine vier Wände um sich rum hat und was der Sinn der Aktion sein könnte. Außerdem kann er noch nicht draußen bleiben, weil er noch nicht selbständig fressen kann - so dachten wir zumindest.


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